Einführung Wärmetauscher
Mit unseren Plattenwärmetauschern, auch Wärmeaustauscher, Plattenwärmeüberträger oder fälschlich Wärmeplattentauscher genannt, bieten wir qualitativ hochwertige Substitute zu den bekannten Marken GEA, SWEP, Zilmet, Alfa-Laval, Kaori, Günther, HYDAC, Danfoss uva.Man unterscheidet grundsätzlich geschraubte Plattenwärmetauscher und gelötete Plattenwärmetauscher. Als Lotmaterial ist Kupfer sehr verbreitet, da es gegenüber dem auch verwendeten Nickellot wesentlich einfacher zu verarbeiten ist, was die Herstellung erheblich günstiger macht. Des Weiteren sind kupfergelötete Plattenwärmetauscher wesentlich druckfester als Nickelverlötete Wärmetauscher
Im Wesentlichen besteht ein gelöteter Plattenwärmetauscher aus speziell geprägten Edelstahlplatten. Verbreitet sind die Edelstähle 1.4301 (X5CrNi18-10, AISI 304) und 1.4435 (X2CrNiMo18-14-3, AISI 316L) Diese Platten werden nach einem „Fischgrätenmuster“, oder auch „Wellenmuster“ genannt, geprägt. Durch Beeinflussung von Tiefe und Winkelung der Prägung wird dem Wärmetauscher seine Charakteristik bezüglich des Durchflusswiderstands, der inneren Oberfläche und der inneren Strömungsgeschwindigkeit gegeben.
Die geprägten Platten werden um 180 Grad in der Ebene gedreht übereinander geschichtet. Zwischen die einzelnen Platten werden nur wenige Hundertstel Millimeter dicke Kupfer oder Nickelplatten gelegt. Das Plattenbündel wird mit einer oberen und unteren Abschlussplatte versehen und in ein Haltegestell gespannt. Schließlich werden die entsprechenden Anschlüsse aufgesetzt.
Der so zusammengesetzte Wärmetauscher wird in einen Vakuum Lötofen gegeben. Die dünnen Kupferplatten schmelzen, das flüssige Kupfer fließt aufgrund des Kapillareffektes zu den Berührungsstellen der einzelnen Platten. Auf diese Weise entstehen gegeneinander dichte Strömungsräume. Nach dem Abkühlen des Tauschers wird jedes Exemplar im Wasserbad mittels Druckluft abgedrückt und so auf Dichtheit nach außen, aber auch auf Dichtheit der Primärströmungsräume zu den Sekundärströmungsräumen, und umgekehrt, geprüft. Ist der Wärmetauscher dicht, wird er durch Polieren optisch aufgearbeitet, mit einem Typenschild versehen und verpackt.
Geschraubte Plattenwärmetauscher gehören ebenfalls zu unserem Lieferprogramm.
Diese werden vorzugsweise in größeren industriellen Anwendungen eingesetzt. Hier werden die geprägten Platten nicht miteinander verlötet, sondern unter Verwendung von Zwischendichtungen in einem Gestell verspannt. Als Plattenmaterial kommen neben den oben erwähnten Edelstählen auch Titan, Titan-Palladium-Legierungen, Nickel und Nickellegierungen wie Hastelloy zum Einsatz. Typische Dichtungsmaterialien sind Nitrilkautschuk (NBR), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), FTP und andere. Die Material- und Dichtungsauswahl ist von den Kriterien der chemischen Beständigkeit gegenüber den Wärmetauscher durchfließenden Stoffen, der Arbeitstemperatur sowie der geforderten Druckfestigkeit des Wärmetauschers abhängig. Im Vergleich zu kupfergelöteten Plattenwärmetauschern, die bis zu 45 bar und mehr druckfest sind liegt die Obergrenze bei geschraubten Tauschern bei etwa 20 bar.
Der freigegebene zulässige Betriebsdruck der Wärmetauscher ist aus Sicherheitsgründen stets wesendlich geringer als der tatsächliche Berstdruck eines Wärmetauschers. Berstversuche in China haben bei einem bis 30 bar zugelassenen Plattenwärmetauscher einen Berstdruck von 155 bar ermittelt.
Wichtig ist die Einhaltung der Druckgeräterichtlinie 97/23 EG sofern die Wärmetauscher in Europa vertrieben werden. Nur dieser Richtlinie entsprechende, zertifizierte Wärmetauscher dürfen das CE-Zeichen tragen und somit als „ortsbewegliches Druckgerät“ in die EU importiert werden.
Selbstverständlich bieten wir ausschließlich zertifizierte Wärmetauscher an.
Warum keinen Rohrbündelwärmetauscher?
Ein Plattenwärmetauscher hat gegenüber einem Rohrbündelwärmetauscher (auch Rohrbündelwärmeaustauscher) viele Vorteile: Durch die Prägung der einzelnen Platten des Wärmetauschers ergibt sich eine hochturbulente Strömung der Medien im Wärmetauscher. Diese hohen Strömungsgeschwindigkeiten wirken Schmutzablagerungen, und somit der Leistungsabnahme, durch Verstopfen entgegen.
Plattenwärmetauscher haben gemessen an ihrer Baugröße eine extrem große innere Oberfläche, auch Tauscherfläche genannt. Eine hohe Wärmestromdichte ist die Folge.
Der Anschluss eines Plattenwärmetauschers kann sowohl im Gleichstrom als auch im Gegenstrom erfolgen. In den meisten Anwendungen erfolgt die Verwendung im Gegenstromprinzip. In speziellen Anwendungen sind jedoch Rohrbündelwärmetauscher besser geeignet. Dazu gehört beispielsweise die Abgaskühlung in Blockheizkraftwerken (BHKW)
» Sehen Sie wofür Wärmetauscher beispielsweise eingesetzt werden

